Desbrocksriede: Lösungen ist jetzt die Sperrung
- 19. Juni
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Ein Problem, das uns lange beschäftigt hat
Wer die Situation an der Desbrocksriede in den vergangenen Jahren verfolgt hat, weiß, wie viel Zeit, Arbeit und Engagement in dieses Thema geflossen sind. Kaum ein anderes Anliegen hat den Ortsrat Schulenburg, die Stadtverwaltung und viele Bürgerinnen und Bürger so lange beschäftigt.
Was eigentlich als Zufahrtsstraße, Parkplatz für Besucher und Teil des Naherholungsgebietes rund um den Südsee gedacht war, entwickelte sich über die Jahre immer mehr zu einem Problem. Immer wieder wurden dort Lkw über längere Zeiträume abgestellt. Hinzu kamen wilde Müllablagerungen, Verunreinigungen und Zustände, die weder zum Landschaftsbild noch zu einem Naherholungsgebiet passen.
Regelmäßig erreichten den Ortsrat Hinweise, Beschwerden und Fotos von Anwohnern und Spaziergängern. Viele Menschen konnten nicht nachvollziehen, warum sich an der Situation scheinbar nichts änderte.
Schwierige Zuständigkeiten
Was die Sache zusätzlich erschwerte: Die Straße grenzt zwar an Schulenburg Süd, gehört aber nicht zu Schulenburg. Die Desbrocksriede fällt von der Lage her in die Zuständigkeit unserer Nachbarn aus Godshorn. Dort fand das Thema jedoch nicht die notwendige Aufmerksamkeit, was die Lösungsfindung für uns nicht einfacher machte.
Jahrelange Suche nach einer Lösung
Der Ortsrat Schulenburg hat gemeinsam mit der CDU-Fraktion als einziger die Initiative ergriffen und zusammen mit der Stadtverwaltung über Jahre hinweg nach Lösungen gesucht.
Es gab Gespräche, Ortstermine, Schriftwechsel, Telefonate und Abstimmungen mit den zuständigen Stellen.
Leider haben die verschiedenen Ansätze langfristig nicht zum Erfolg geführt. Die Vermüllung blieb bestehen, Fahrzeuge wurden weiterhin abgestellt und die Beschwerden rissen nicht ab.
Die letzte verbleibende Option
Die nun umgesetzte Sperrung des hinteren Bereichs für den Schwerlastverkehr ist deshalb keine übereilte Entscheidung, sondern das Ergebnis eines langen Prozesses.
Sie ist letztlich die letzte verbleibende Möglichkeit, die Situation zu verbessern und das Gebiet rund um den Südsee zu schützen.
Umso mehr freuen wir uns, dass die Maßnahme inzwischen umgesetzt wurde - hervorheben möchten wir die enge und konstruktive Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung in den vergangenen Wochen und Monaten. Nachdem das Thema über Jahre hinweg immer wieder auf der Tagesordnung unserer Fraktion und in den Sitzungen stand, wurde nun konsequent gehandelt.
Jetzt muss die Maßnahme wirken
Nun beginnt die eigentliche Bewährungsprobe. In den kommenden Monaten wird sich zeigen, ob die Sperrung die gewünschte Wirkung entfaltet. Wir hoffen, dass die Vermüllung deutlich zurückgeht und sich die Desbrocksriede wieder zu dem entwickelt, was sie sein sollte: ein sauberer, sicherer und gepflegter Teil des Naherholungsgebietes Südsee.
„Wir haben über Jahre versucht, andere Lösungen zu finden. Niemand wollte eine vollständige Sperrung. Aber irgendwann ist der Punkt erreicht, an dem man handeln muss. Wer nicht hören will, muss fühlen. Die Sperrung ist nicht die Lösung, die wir uns ursprünglich gewünscht haben – sie ist die Lösung, die am Ende notwendig geworden ist. Ich hoffe, dass wir damit dauerhaft für Ordnung sorgen und diesen Bereich wieder zu einem Ort machen, an dem sich Bürgerinnen und Bürger gerne aufhalten.“ / Christian Kaufmann · Ortsrat Schulenburg
Die Umsetzung der Sperrung ist ein wichtiger Schritt für Schulenburg. Sie zeigt, dass sich Beharrlichkeit auszahlt und dass Politik, Verwaltung und Bürgerschaft gemeinsam etwas bewegen können.


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